Das Original Lorscher Welschbrot.  Schon jenseits der Stadtgrenzen ist das Welschbrot gänzlich unbekannt.
Das Welschkorn(Maiskorn)kam erst im 17.Jahrhundert in unsere Region. "Welsches" wie es in Lorsch heißt, ist für Nicht-Lorscher ein unbekannter Begriff, in unserer Stadt aber eine Spezialität.Das aus Welschkorn gewonnene Mehl ist allerdings zum Alleinverbrauch zu schwer und kann nur aus einer entsprechenden Mischung von Weizenmehl verwendet werden.Das aus dieser Mischung hergestellte Kuchenbrot hat sich als "Lorscher Gebäck" einen guten Namen gemacht.Während es früher in jedem Haushalt gebacken wurde, haben in den letzten Jahrzehnten die örtlichen Bäcker diese Tradition übernommen.Wenn es herbstet beginnt in Lorsch die Welschbrotzeit.Dann duftet es in den Backstuben, aber auch noch in manchen Küchen, nach dem schmackhaften Maisbrot. Die Herkunft der Welschbrot-Rezeptur ist bis heute leider unerforscht.Es ist aber anzunehmen, dass durch die starke Bevölkerungszuwanderung nach dem 30 jährigen Krieg, insbesondere aus der Lombardei, Lothringen und dem Elsaß und dem gleichzeitigen Anbau des Welschkorns in der Region die Welschbrot-Rezeptur in Lorsch entstanden sein muß.Zumindest läßt der Name"Welsch" (Die Fremden, Romanischen) diese Vermutung zu.Diese kulunarische Besonderheit, hergestellt mit Welsch-bzw.Maismehl, Butter oder Schmalz, Zucker, Anis und Rosinen erlebt derzeit eine Renaissaince und erfreut sich auch bei jüngeren Lorschern sowie in der gesamten Region zunehmender Beliebtheit. Friedel Drayß, Bäckermeister in Lorsch.
www.baeckerei-drayss.de
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